Archiv für das Tag 'Ausrüstung'

Jul 11 2010

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Lightroom 3: Objektivprofile für Tamron und Canon

Abgelegt unter Objektive,Software

Adobe hat in seiner dritten Version des Fotografenwerkzeuges Lightroom und in Adobe Photoshop CS5 (Camera RAW) eine Funktion zur Korrektur optischer Fehler von Objektiven eingebaut. Leider ist die Auswahl der unterstützten Linsen begrenzt.

Wie bereits in meiner Vorstellung von Adobe Lightroom 3 erwähnt, ist diese “1-Klick Korrektur” nicht nur einfach, sondern erzielt auch sehr gute Ergebnisse. Leider finden sich einige meiner liebgewonnenen Objektive nicht in der Liste der unterstützten Linsen. Insbesondere für mein sehr häufig genutztes Tamron Zoom Objektiv wird kein Profil mitgeliefert. Aus diesem Grund habe ich mir die Arbeit gemacht mit Hilfe des Adobe Lens Profile Creator selbst die notwendigen Korrekturprofile zu erstellen. Fast 400 verschiedene Einstellungen waren nötig um das Ausgangsmaterial für die drei Objektivprofile zu erzeugen. Vor allem das Erstellen eines brauchbaren Profils für ein Superzoom Objektiv erfordert einige Geduld.

Ergebnis

Adobe Lensprofile Tamron AF 28-300mm
Das Beispiel zeigt einen 100% Ausschnitt der rechten unteren Ecke einer Aufnahme mit der Canon EOS 50d und dem Tamron AF 28-300mm 3,5-6,3 XR Di VC LD bei 28 mm.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Deutlich sichtbar sind die Verzerrungen und die Chromatische Aberration (Farbsäume) im Original. Nach Anwendung des Linsenprofils sind diese Fehler fast vollständig kompensiert.

Leider ist das von Adobe geplante Portal zum Austausch von privat erstellten Korrekturprofilen (noch) nicht online und auch die Funktion zur Einsendung fertiger Profile an Adobe ist derzeit nicht funktionsfähig. Um trotzdem die von mir erstellten Profile für Adobe Lightroom, Adobe Camera RAW und Adobe Photoshop auch der Allgemeinheit zugänglich zu machen, habe ich hier das Paket zum Download eingestellt. Die Profile folgender Objektive sind enthalten:

Download der Korrekturprofile

Anleitung

Nach dem Download des Paketes mit den Objektiv Profilen, entpacken Sie dessen Inhalt in das zu Ihrem Betriebssystem passende Zielverzeichnis:

  • Windows XP
    • C:\Documents and Settings\(User Name)\Application Data\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0
    • C:\Documents and Settings\All Users\Application Data\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0
  • Windows Vista oder Windows 7
    • C:\Users\(User Name)\AppData\Roaming\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0
    • C:\ProgramData\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0
  • Mac
    • /Users/(User Name)/Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/LensProfiles/1.0
    • /Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/LensProfiles/1.0

Hinweis
Ersetzen Sie “(User Name)” mit Ihrem Benutzernamen. Bei Windows XP wird “C:\Documents and Settings” in die jeweilige Betriebssystemsprache übersetzt. Bei einem deutschen Windows heißt das Verzeichnis entsprechend “C:\Dokumente und Einstellungen”.

Weitere Links

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Feb 22 2010

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Sigma 10-20mm F3,5 EX DC HSM im Test

Abgelegt unter Meine Ausrüstung,Objektive

Egal ob es um die Fotografie von Räumlichkeiten, weiten Landschaften oder großen Bauwerken geht, immer wieder benötigen Fotografen einen möglichst großen Bildwinkel um das gewünschte Motiv einzufangen. Zum Einsatz kommen dann Objektive der Ultraweitwinkel-Klasse. Eines davon, das Sigma 10-20mm F3,5 EX DC HSM konnte ich einem ausgiebigen Test unterziehen.

Je kleiner der Bildsensor der Kamera, umso schwieriger wird es einen großen Bildwinkel, beziehungsweise eine kleine Brennweite zu erreichen (Verlängerungs-/Crop-Faktor). Derzeit gibt es für Kameras mit EF/EF-S Bajonett nicht besonders viele Objektive die einen Kleinbildäquivalente Brennweite unter 20 mm auch an einer Kamera mit APS-C Sensor erreichen. Zur Auswahl standen folgende Objektive:

  • Canon EF-S 10-22mm 3,5-4,5 USM
  • Tokina ATX 12-24mm/4 Pro DX II
  • Tamron 10-24mm F/3,5-4,5 SP Di II LD ASL IF
  • Sigma 10-20mm 4-5,6 EX DC HSM
  • Sigma 10-20mm 3,5 EX DC HSM

Das Canon EF-S 10-22mm gilt als gutes, wenn auch nicht herausragendes Objektiv. Es ist das teuerste der genannten und wie die meisten der Canon EF-S Objektive von sehr “leichter Bauweise”. Das Tamron ist Aufgrund des großen Zoombereichs interessant, wird aber oft für seinen starken Schärfeabfall zum Rand kritisiert. Das Tokina gilt als “quasi Referenz” unter den Ultraweitwinkel Objektiven. Leider beginnt es bei einer Brennweite von 12mm (~19mm an einer APS-C Kamera), weshalb es für mich nicht in Frage gekommen ist.

Das von mir an der Canon EOS 50D getestete Sigma 10-20/3,5 ist der Nachfolger des bekannten Sigma 10-20/4-5,6 und unterscheidet sich von seinem Vorgänger vor allem durch die bessere und konstante Lichtstärke über den gesamten Zoombereich. Es ist mit 520g rund 50g schwerer als sein Vorgänger, ein wenig länger und besteht aus 13 Linsen in 10 Gruppen. Die Optik ist auf den kleinen Bildkreis berechnet, also ohne Einschränkungen nur an APS-C Kameras verwendbar.

Das Objektiv macht einen sehr wertigen Eindruck. Sowohl der Fokus- als auch der Zoomring lassen sich angenehm bedienen. Der Ultraschallantrieb des Autofokus (HSM) ist treffsicher, schnell und sehr leise. Er erlaubt einen permanenten manuellen Eingriff in die Fokussierung. Zum Lieferumfang gehört eine tulpenförmige Gegenlichtblende und ein sehr gut gepolsterter Objektivköcher. Beides gehört bei der Konkurrenz nicht unbedingt zum Standard.

Bereits der erste Test des Fokus und der Schärfe der Linse macht Lust auf mehr. Die Auflösung und Schärfe im Zentrum ist bereits bei Offenblende hervorragend. Sie fällt weitwinkeltypisch zum Rand hin ab, ist aber selbst am extremen Rand noch sehr ordentlich. Auch die Verzeichnung hält sich sehr in Grenzen und ist für den üblichen Einsatzbereich (wenn man nicht gerade Backsteinwände fotografiert ;-) ) einwandfrei. Bei starken Kontrasten in der 10mm Stellung fallen bei 100% Ansichten am äußeren Bildrand geringe bis mittlere chromatische Aberrationen (CA) auf. Diese sind aber in einem vertretbaren Rahmen und fallen geringer aus als bei meinem Canon EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS. Eine Vignettierung ist in der Praxis kaum erkennbar.

Da das Wochenende sich wettertechnisch von der angenehmeren Seite präsentierte, drängte sich ein Praxistest in der Natur gerade zu auf. Auch hier hat mich das Objektiv überzeugt. Der enorme Bildwinkel von über 100° und die gute Beständigkeit gegen Lensflares bei Gegenlicht, macht es für diesen Einsatzzweck perfekt.

Beispielbilder:




Fazit:

Das Sigma 10-20mm F3,5 EX DC HSM ist ein wertiges Objektiv mit guten optischen an einer Canon APS-C Kamera Eigenschaften. Das gute Preis/Leistungsverhältnis macht es für mich zu einer echten Empfehlung.

Nachtrag:

Noch ein kleiner Hinweis. Weitwinkelobjektive werden gerne zusammen mit Polfiltern, eingesetzt um bei Landschaftsaufnahmen störenden Schleier zu entfernen und den Himmel mit klaren, schönen Kontrasten einzufangen. Das Sigma 10-20mm F3,5 EX DC HSM besitzt ein relativ großes Filtergewinde mit 82mm. Da wird ein Zirkulärer Polfilter (CPL), wie er für digitale AF Kameras nötig ist, sehr schnell richtig teuer. Nach einiger Suche habe ich einen guten, mehrfach vergüteten Polfilter für kleines Geld gefunden, der auch für “Gelegenheitstäter” bezahlbar ist:Polfilter Zirkular Quenox 82mm

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Jul 05 2009

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GPS Datenlogger Columbus V-900

Abgelegt unter Zubehör

GPS Datenlogger werden von Fotografen unterwegs gerne zur Erfassung der Aufnahmepositionen von Bildern eingesetzt. Nicht jeder Datenlogger eignet sich dafür gleichermaßen. Bei meinen Marktbeobachtungen ist mir ein interessanter Vertreter dieser Gattung begegnet.

In meiner Ausstattung befindet sich seit Jahren der GPS Datenlogger Wintec WBT-201 mit dessen Leistung ich hoch zufrieden bin. Für eine längere Reise meiner Eltern stellte sich aber die Anforderung, mindestens 11 Tage kontinuierlich Daten aufzeichnen können. Eine Zwischenauswertung würde während dieser Zeit nicht möglich sein. Da der Speicher des Wintec WBT-201 bei der zurück zu legenden Strecke maximal 3 Tage schaffen würde, musste eine Alternative gefunden werden.

Seit einiger Zeit wird von der Firma Columbus GPS Vertrieb Deutschland das GPS Gerät “Columbus V-900″ auf dem deutschen Markt vertrieben. Das knapp 10 Millimeter dünne Gehäuse zeigt sich mit einer polierten Metallfläche unten und in Klavierlackoptik oben, sehr edel und erinnert ein wenig an die Geräte von Apple (iPod). Das entscheidende Argument war jedoch die Möglichkeit das Gerät mit einer Micro-SD Karte bis 2 GB zu betreiben. Damit ist die Aufzeichnung von fast 25 Millionen Wegpunkten möglich (etwa 280 Tage). Der eingebaute Akku soll dabei etwa 24 Stunden durch halten.

Columbus V-900Nun hat das Gerät den erwähnten 11 Tage Test hinter sich und damit ist die Zeit der Auswertung gekommen. Während der Aufzeichnung ist eine Datenmenge von knapp 40 MB zusammen gekommen. Auf der verwendeten 2 GB Speicherkarte war also noch “genügend Luft”. Die Aufzeichnung der Wegstrecke erfolgt als kommagetrennte Liste (CSV) und kann deshalb nicht ohne weitere Nachbearbeitung in GPS Anwendungen verwendet werden. Spätestens hier kommt die mitgelieferte Software “TimeAlbum” zum Einsatz.

Screenshoot TimeAlbum V161TimeAlbum ist eine Java Anwendung und kann deshalb ohne Installation direkt auf Windows, Mac oder Linuxrechnern ausgeführt werden. Voraussetzung ist lediglich eine bereits installierte Java Laufzeitumgebung. Diese kann unter http://www.java.com herunter geladen und installiert werden. Die englische Software ist übersichtlich aber spartanisch gehalten. Sie bietet die Möglichkeit Bilder oder aufgezeichnete Sprachnotizen mit der aufgezeichneten Wegstrecke zu verknüpfen und dann für Google Earth zu exportieren. Darüber hinaus ist ein Export der Daten im NMEA Format möglich. Leider kann der Export jedoch immer nur für eine geladene CSV Datei erfolgen. Da das Gerät nach jedem Aus- bzw. Einschaltvorgang eine neue Datei anlegt, ist es ohne weitere Nachbearbeitung nicht möglich eine längere Wegstrecke zu exportieren.

Zum Verknüpfen der Wegstrecke mit den aufgenommenen Bildern habe ich die kostenlose Software GeoSetter in Verbindung mit den exportierten NMEA Daten verwendet. Damit ließ sich der maximale Funktionsumfang nutzen. Vor dem Hintergrund der gewonnenen Eindrücke des Gerätes möchte ich einen kleinen Vergleich der beiden Systeme anstellen:

Gegenüberstellung Columbus V-900 <=> Wintec WBT-201

Columbus V-900

  • Pro:
    • Sprachaufzeichnung
    • Sehr große Datenkapazität (bis 2 GB)
    • Wechselbarer Datenträger
    • Lange Akkulaufzeit
  • Contra:
    • Akku nicht wechselbar
    • Zum Auslesen der Daten muss die Speicherkarte entnommen und mit einem Kartenleser eingelesen werden
    • Spartanische Software
    • Sehr begrenzte Konfigurationsmöglichkeiten
    • Bluetooth erst nach 15 Minuten Betriebszeit zu deaktivieren

Wintec WBT-201

  • Pro:
    • Gute Anpassung an Anwendung durch detaillierte Konfigurierbarkeit
    • Wechselbarer Akku
    • Einsatz als GPS Empfänger für Navigation
    • Software für mobile Endgeräte und Spezialanwendungen
  • Contra:
    • Limitierter Speicher
    • Geringere Akkulaufzeit

Fazit

Gemeinsam ist beiden Geräten eine sehr gute Empfangsleistung auch bei eingeschränkter Sicht zu den Satelliten. Das durchschlagende Argument für den Columbus V-900 ist seine Aufzeichnungskapazität. Seine Schwächen liegen vor allem in der Software. Während der Designpreis deutlich an den Columbus geht, punktet der Wintec mit seiner Kompatibilität und der guten Software für Windows, Mac, Linux und einige Mobile Plattformen.

Weitere Informationen

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Apr 24 2009

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Firmwareupdates bei Canon

Abgelegt unter Kameras

Canon veröffentlichte gestern gleich drei Firmwareupdates für Digitalkameras der EOS Serie. Darunter auch das seit längerem erwartete Update für die EOS 50D.

Konkret wird das Betriebssystem für folgende Canon Spiegelreflexkameras aktualisiert: Canon 50D, Canon 450D und Canon 1000D. Für alle drei Modelle wurde die Unterstützung des in Kürze verfügbaren Aufsteckblitzes Canon Speedlite 270EX hinzu gefügt. Das Update für die EOS 50D hingegen war bereits längere Zeit erwartet worden. Kameras die einen Werksservice durchliefen, trugen schon vor Wochen die Firmwarestände 1.0.5 bzw. 1.0.6, während auf der Webseite des Herstellers ausschließlich die Version 1.0.3 verfügbar war.

Die Version 1.0.6 für die EOS 50D enthält deshalb auch einige Korrekturen bekannter Fehler. So wurde laut Canon das Phänomen der vertikalen Streifenbildung (vertical banding noise) beseitigt. Darüber hinaus erfuhren die Fehlercodes eine Überarbeitung. So sollen zukünftig aussagekräftigere und differenziertere Fehlermeldungen ausgegeben werden. Damit sollte der berühmte allgemeine Fehler “Err 99″, welcher bisher bei fast allen Fehlerursachen angezeigt wurde, seltener auftreten.

Im Zuge des Updates der Firmware der Kamera muss auch die Software des Computers auf mindestens folgende Versionen aktualisiert werden:

  • Digital Photo Professional: Version 3.5.2 (Windows/Macintosh)
  • Picture Style Editor: Version 1.4.2 (Windows/Macintosh)
  • ZoomBrowser EX: Version 6.2.1c (Windows)
  • ImageBrowser: Version 6.2.1c (Macintosh)

Erhältlich sind die Updates auf der Webseite von Canon unter folgenden Links:

Ein Kommentar

Okt 19 2008

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Hochwertiger Displayschutz aus Glas

Abgelegt unter Meine Ausrüstung,Zubehör

Da die Displays an den Kameras immer hochwertiger und größer werden, sollte für meine neue Digitalkamera ein ordentlicher Schutz für das Display her. In der Vergangenheit hatte ich die Monitore meiner Kameras stets mit Schutzfolien versehen.

Diese Schutzfolien haben aber den Nachteil, dass Ihre optischen Eigenschaften nicht besonders gut sind. Selbst bei hochwertigen Folien wurden die Wiedergabeeigenschaften des Displays sichtbar eingeschränkt. Darüber hinaus ist die Schutzwirkung auf leichte Kratzer beschränkt, da die Folie weich ist und einer Tischkannte sicher nicht stand hält.

Mehr durch Zufall denn durch strukturierte Suche bin ich dann auf die Schutzgläser der Firma GGS gestoßen. Der “LCD Protektor”, wie GGS ihn nennt, besteht aus 6 Glasschichten die zusammen laminiert gerade einmal 0,5 mm messen. Das optische Glas ist gehärtet und zu 90% entspiegelt. Geklebt wird das Glas nur am Rand, so dass keine Blasen entstehen können und auch das Display nicht durch einen Kleber eingetrübt wird.

Die Montage war entsprechend einfach: Display reinigen, Schutzglas aufsetzen und andrücken. Das Ergebnis war beeindruckend. Die Eigenschaften des Displays blieben voll erhalten, das Glas macht einen sehr stabilen Eindruck. Auch die Nase ist nicht in Gefahr. Das Glas ist sauber abgerundet und trägt kaum auf. Im Gegenzug lassen sich Finger- und Nasenabdrücke wesentlich leichter entfernen.

Für mich steht fest: Nie mehr Folie.

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